Das CMYK-Farbmodell -
Die Grundlage für den Vierfarbendruck

Das CMYK-Farbmodell ist ein weltweiter Arbeitsstandard der Grafischen Industrie. Vierfarbendruckmaschinen bedrucken das Papier auf vier verschieden eingefärbten Druckrollen oder - platten. Auf jeder Rolle oder Platte wird ein international standartisierter Farbton gedruckt. Das CMYK-Modell kommt dort zum Einsatz, wo Farbpigmente im Halbtonverfahren auf Materialien gedruckt werden (Offsetdruck, Siebdruck, Laserfarbdruck, Plotter).

Das CMYK-Modell hat seine technischen Grenzen: NIcht jede Farbe kann dargestellt werden - es bestehen bedeutende "Löcher", die nur durch sogenannte Schmuckfarben gedruckt werden können. Für viele Computeranweder ist es oft frustrierend, wenn die schönen, knalligen RGB-Farben des Monitors im Druck oft matt und blass erscheinen. Wir publizieren hier einige Tricks, wie Sie in Ihrer Anwendung die Farblöcher erkennen und frühzeitig die richtigen Mittel einsetzen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Beachten Sie unsere kleine Farblehre zu diesem Thema und unseren Hinweis zu Toleranzen und Grenzen..

Für viele Anwendungen ist das CYMK-Modell vollauf genügend - nicht umsonst werden praktisch alle Zeitschriften, Zeitungen und Magazine im CMYK-Farbsystem gedruckt.

Das CMYK-System beruht auf den Sekundärfarben Cyan, Magenta und Yellow. Schwarz (BlacK) dient zur Tönung und für Kontraste.

Das Farbrad zeigt die Position der drei Farben zwischen den Primärfarben Rot/Grün/Blau

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Prisma Know-How

Wie das nachstehende Beispiel des Farbwählers von Adobe®-Photoshop zeigt, werden die CMYK-Werte einer bestimmten Farbe in % ausgedrückt. Der CMYK-Wert des unten ausgewählten Türkis-Tons ist 69% Cyan, 0% Magenta, 39% Yellow und 0% Black.

In der Umsetzung wird bei der Vierfarbenseparation durch Ihr Programm oder auf einem Filmbelichter oder auf einem Raster-Image-Prozessor für jede Farbe ein eigener Farbauszug erstellt, welcher im Halbtonverfahren diese Werte exakt übernimmt. Die Dichte der Druckpunkte (Dots) entspricht dabei genau den eingegebenen Werten. Das heisst, der Cyan-Farbauszug weist an der entsprechenden Bildstelle eine Punktdichte von 69% aus und der Yellow-Auszug eine Punktdichte von 39%. Die Farbauszüge für Magenta und Schwarz bleiben leer - der Film bleibt leer, respektive das Papier bleibt weiss, oder wie immer seine ursprüngliche Obeflächenfarbe sein mag.
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Das Bild zeigt auch die Werte für die Farbmodelle RGB, HSB und L.A.B.

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Wie oben erwähnt, ist es nicht möglich, alle Farben im Farbkreis wiederzugeben. Verschiedene Programme, so auch Photoshop, warnen Sie durch entsprechende Hinweise. Der hier als Beispiel gewählte Türkis-Farbton kann nicht im CMYK-Verfahren korrekt ausgedruckt werden. Photoshop zeigt einen Triangel mit Ausrufszeichen und präsentiert darunter die beim CMYK-Druck zu erwartende "Ersatz"-Farbe.

Die letzte Generation von Grafik-, Bildbearbeitungs-, und Zeichnungsprogrammen zeichnet sich durch immer raffiniertere Algorhythmen aus, welche bei der Umrechnung von RGB-Farben (Bildschirm) zu CMYK eine höchstmögliche Annäherung ermöglichen. Eine 100%-ige Wiedergabe von kritischen Farben ist jedoch nie möglich.

Wie vermeiden Sie Farblöcher?

1. "Frisieren" von Pixel-Bilder
• im kritischen Bereich sowohl Kontrast wie auch Farbsättigung erhöhen
• kontrastreiche Pixel in die unmittelbare Umgebung setzen
• leichtes Schärfen der Pixelkanten

2. Standard-Farbfächer und -Skalen verwendenpantone.gif (12828 bytes)
Mit dem Einsatz von Farbfächern oder Skalen bewegen Sie sich immer auf sicherem Grund.

Weitverbreitet sind die Farbfächer von PANTONE®-Farbskalen oder -Fächer. PANTONE® ist ein international tätiger Druckfarbenhersteller. Die Farbmuster seiner Referrenz-Farbfächer finden weltweit seit Jahrzehnten Anwendung. In der digitalen Bildbe- und Verarbeitung ist PANTONE® ein De-Facto-Standard geworden.

 

Toleranzen und Grenzen

CMYK-Farbsysteme operieren immer in bestimmten Toleranzen. Halten wir uns vor Augen, dass das gedruckte Bild immer eine Zusammensetzung von vier verschiedenen Druckfarben in prozentualen Werten sein wird. Diese Tinten oder Toner sind als chemikalische Produkte immer

• Temperaturempfindlich
• Licht (UV)-empfindlich
• Luftdruckempflindlich
• Luftfeuchtigkeitsempflindlich
• der Alterung unterworden

Diese Faktoren beeinflussen - im Offsetdruck - die Oberflächenspannung des Tintenfilms und damit die Dichte der Pigmentübertragung aufs Papier. Im Laserfarbdruck beeinflusst die Papierbeschaffenheit, die Temperatur im Gerät sowie Staubpartikel das Erscheinungsbild der Tonerschicht. Bei Plottern spielt zudem noch der Ladedruck der Spritzaggregate und die Sauberkeit der Inkjet-Düsen eine wichtige Rolle.

Schmuckfarben

Sollten Sie jemals eine Farbe verwenden müssen, die vom CMYK-Modell in keiner Art und Weise befriedigend reproduziert werden kann, so müssen Sie diese Farbe in einem zusätzlichen Druckvorgang auf das Papier auftragen. Dies ist immer mit Zusatzkosten verbunden, da je nach Druckverfahren ein zweiter Arbeitsgang oder eine zusätzliche Druckrolle in Anspruch genommen werden muss. Klassische Fälle für Schmuckfarben sind: Gold, Silber, scharfe Grüntöne und reflektierende Farben. Bei der Festlegung dieser Farben arbeiten Sie am Besten mit den Farbmustern der Druckfarbenhersteller Pantone, Focoltone, Truematch, Spectra, Toyo etc.

Wichtig:
Plotter und Farblaser sind ausnahmslos reine CMYK-Geräte und erlauben es nicht, sogenannte Schmuckfarben zu reproduzieren.
Drucke mit Schmuckfarben sind typische Offset-Jobs. Wir beraten Sie gerne bei der Produktion.



Unser Wissen stammt aus der Praxis

Wir produzieren nebst den heute üblichen Webpräsentationen in erster Linie Druckerzeugnisse aller Art. Während vielen Jahren haben wir eine eigene Filmsatzanlage betrieben. Das setzte vertiefte Sachkenntnisse aller Prozesse der Druckvorstufe voraus. Wir sind Erstanwender von Corel in der Schweiz (1990) und haben die Importeure von Quark-X-Press für Windows eingeschult (1993). 1997 haben wir das erste digitale Druckerzeugnis der Schweiz produziert.

Seit dieser Zeit bieten wir eine ganze Reihe an Schulungen und Seminarien an. Verwenden Sie die linke Navigationsleiste für unser aktuelles Angebot an Schulungen und Kursen.

Gelinkt über den Deutschen Sprachraum hinaus

Mit über 100 Besucher pro Tag zählt diese Seite zu den meistfrequentiertesten Informationsquellen zu den Themen "Farbe am PC", "Farbmodelle" und "Farbkreis". Seit 1997 haben Tausende von Besucher hier fundiertes Wissen zur farblichen Gestaltung in Anwendungsprogrammen gesucht und gefunden.

Einmal erklärt - immer wieder verwendbar

Unsere Online-Schulung vermittelt Ihnen sattelfestes Wissen zur Farbtheorie im Allgemeinen und Farben am PC im Speziellen. Wir verzichten auf wissenschaftliche Abhandlungen. Konzentriert zeigen wir den Einsatz von Farbe bei den Microsoft Office-Programmen wie Word, Excel und ACCESS - wo in erster Linie die Farbmodelle RGB und HSB zum Einsatz kommen. Sie lernen den Umgang mit den Windows-Standard-Farbwähler, dem Sie in den verschiedenen Anwendugnen immer wieder begegnen werden.

Für Spezilisten und geschulte Anwender zeigen wir auch die Farbwähler der wichtigsten Bildbearbeitungs-Programme sowie den Vektor- und Pixelgrafikprogrammen (Photoshop, Illustrator, InDesign, Corel Photopaint, Corel Draw, Corel Designer, Quark-X-Press) und die Web-Design-Klassiker DreamWeaver und Frontpage.

Ein Gratis-Muster unserer Schulung

Dieser kleine Kurs dient uns einerseits als Dokumentation im Verkehr mit der eigenen Kundschaft. Andererseits ist es für Sie eine hervorragende Möglichkeit, zu testen, wie ausführlich unsere Schulungskurse sind, die wir Ihnen unter der Rubrik "Schulung" vorstellen. Wir zeigen Ihnen hier den kleinen Unterschied:

Praxisnaher Unterricht statt graue Theorie.

Die visuelle Umsetzung dieser didaktischen anspruchsvollen Aufgabe mag für Sie ein Hinweis sein, wieviel visuelle Gestaltung mit Methodik und Planung zu tun hat.

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